Der Samariterverein Schwanden i.E. wurde im Jahr 1922 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Walter Zaugg, Frau Aebischer, Waltert Hans und Bertha Brechbühl sowie weitere engagierte Persönlichkeiten aus dem Emmental.
Während der Mobilmachung von 1939 bis 1945 konnte der Verein seine Tätigkeit nur eingeschränkt weiterführen, da viele Mitglieder mangels Arbeit und ihrer Verpflichtungen fehlten.
Im Winter 1947/48 fand der erste Samariterkurs statt. Bereits im Winter 1949/50 wurde ein Krankenpflegekurs durchgeführt, für den die Teilnehmenden viel Zeit und Engagement aufbrachten. Einen wesentlichen Beitrag zur Wiederbelebung des Vereins leistete Milfred Oberli, die sich dafür einsetzte, den Samariterverein erneut aktiv werden zu lassen.
Im Jahr 1950 wurde ein Krankenmobilienmagazin angeschafft. Von 1948 bis 1989 wirkte Walter Leuenberger als Samariterlehrer. Während dieser langen Zeit organisierte und leitete er zahlreiche Übungen und prägte den Verein nachhaltig.
1965 zählte der Verein 38 Samariterinnen und Samariter. Ein Jahr später wurde erstmals ein Volksmarsch durchgeführt. Dieser entwickelte sich zu einer beliebten Tradition und fand jährlich bis 1983 statt. Das 50-jährige Bestehen des Vereins wurde im Restaurant Bären in Schwanden gefeiert.
Auch die Vereinsreise hatte einen festen Platz im Jahresprogramm. Über viele Jahre wurden sie von Walter Hertig organisiert. Im Jahr 1969 absolvierte Max Zaugg den Samariterlehrerkurs und unterstützte fortan Walter Leuenberger bei seiner Tätigkeit.
1977 wurde erstmals ein Nothilfekurs angeboten. Lydia Rothenbühler und Hanna Schweizer besuchten den Nothilfelehrerkurs und absolvierten zwei Jahre später die Ausbildung zur Samariterlehrerin. 1981 wurde die Herzmassage in die Ausbildung aufgenommen.
1984 verabschiedete sich Max Zaugg vom Verein. Im selben Jahr beschloss man, eine Zwirbelaktion durchzuführen, die bis 1995 fester Bestandteil der Vereinstätigkeit blieb. 1988 entschloss sich Therese Leuenberger zum Besuch des Samariterlehrerlehrgangs.
1997 feierte der Samariterverein sein 75-jähriges Bestehen. 1999 trat Lydia Rothenbühler als Samariterlehrerin zurück, blieb dem Verein jedoch weiterhin als Mitglied verbunden. Im selben nahm Ruth Walter ihre Tätigkeit als Samariterlehrerin auf.
An der Hauptversammlung im Jahr 2000 wurde beschlossen, beim Jakob-Markt in Zollbrück einen Backwarenverkauf durchzuführen. Dieser fand erstmals im Jahr 2001 statt. Bis heute ist der Backwarenverkauf jeweils am Palmsamstag ein fester Bestandteil im Jahresprogramms.
2003 trat Hanna Schweizer als Samariterlehrerin zurück. Im Jahr 2010 schloss Sandra Zaugg ihre Ausbildung ab und übernahm die Funktion als technische Leiterin. Im selben Jahr wurde das Krankenmobilienmagazin aufgehoben.
2017 gab Ruth Walther ihre Tätigkeit als Samariterlehrerin auf. Im März 2018 führten wir die Delegiertenversammlung des Regionalverbandes Emmental in der Mehrzweckanlage Obergoldbach durch.
Im Jahr 2022 durfte der Samariterverein Schwanden i.E. auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Ein ganzes Jahrhundert, geprägt von freiwilligem Engagement, gemeinsamem Lernen und dem Einsatz zahlreicher Samariterinnen und Samariter für ihre Mitmenschen und die Region.
Am 17. Mai 2024 übernahm unser Verein die Organisation und Durchführung der Feldübung für die fünf noch aktiven Samaritervereine des oberen Emmentals. Rund um das Schulhaus Rüderswil konnten die Samariterinnen und Samariter gemeinsam ihr Wissen und Können anwenden und die vereinsübergreifende Zusammenarbeit pflegen.
Auch die Ausbildung neuer Fachkräfte wird weitergeführt: Im Jahr 2025 schlossen Jennifer Schweizer und Maike Aegerter ihre Ausbildung zu First Aid Instruktorinnen / Samariterlehrerinnen erfolgreich ab und verstärken seither den Verein mit ihrem Wissen und Engagement.
Seit seiner Gründung im Jahr 1922 lebt der Samariterverein Schwanden i.E. vom Herzblut seiner Mitglieder. Generationen von Samariterinnen und Samaritern haben ihr Wissen, ihre Zeit und ihre Freude am Helfen in den Verein eingebracht. Mehr als 100 Jahre später wird diese Tradition weitergeführt – mit dem gleichen Ziel, für die Menschen in unserer Region da zu sein und das Wissen in Erster Hilfe an die nächsten Generationen weiterzugeben.